Warm Up beugt Verletzungen vor

Warm Up beugt Verletzungen vor

Wer selber Sport treibt, weiß wie wichtig ein Warm Up vor dem eigentlichen Sport ist. Es ist auch für Hunde wichtig die Muskulatur aufzuwärmen, Sehnen und Bänder zu dehnen und dann langsam zu starten. Wer sich schon mal eine Sportverletzung durch einen „Kaltstart“ zugezogen hat, weiß auch genau warum.

Warum sollten wir nicht für unseren Hund das Gleiche tun? Wenn man mit seinem Hund Sport treibt, macht es umso mehr Spaß das Training mit einem gemeinsamen Warm Up zu beginnen und gleich ein paar Übungen für den Hund einzubauen.

Ich möchte euch hier eine kleine Anleitung zu einem Warm Up geben, welches ich zusammen mit Michaela von der Hunde Physio – und Osteotherapie Standfest erarbeitet habe.

Warum ist ein effektives Warm Up wichtig?

Mit einem Warm Up verminderst du die Gefahr von Folgeschäden und Verletzungen auch bei deinem Hund. Sind Muskulatur, Sehnen und Bänder erst einmal aufgewärmt und besser durchblutet, seid ihr beide weniger anfällig gegen Verletzungen und auch leistungsfähiger. Nicht nur der Körper bereitet sich bei einem Warm Up auf die anstehende sportliche Leistung vor, sondern auch der Geist. Ihr seid beide konzentriert und motiviert.

Was genau passiert bei einem Warm Up?

Die Körpertemperatur und die Herzfrequenz steigen. Muskulatur, Sehnen und Bänder sind besser durchblutet und werden mit mehr Sauerstoff versorgt. Auch die Gelenke werden bei einem Warm Up auf die folgenden Bewegungen vorbereitet indem der Körper die Gelenkschmiere angeregt. Ihr werdet insgesamt leistungsfähiger, beweglicher und könnt somit Verletzungen vorbeugen. Auch euer Herz wird durch ein Warm Up auf die anstehende Leistung vorbereitet, schließlich handelt es sich dabei ebenfalls um einen Muskel.

Wie kann ein Warm Up für deinen Hund aussehen?

Plane für ein Warm Up etwa 10 Minuten ein. Dabei solltest du die großen Muskelgruppen von Rücken, Vorder- und Hinterläufen berücksichtigen. Der Vorteil: Du kannst dein Warm Up mit dem deines Hundes kombinieren.

Muskeln aufwärmen:

Beginne damit, deinen Hund locker neben dir an der Leine laufen zu lassen, dann erhöhst du langsam das Tempo in den Trab. Geschwindigkeitsübungen kannst du nun mehrfach durchführen. Immer im Wechsel von Schritt auf Trab und wieder zurück in Schritt.

Nun bringe deinen Hund ins Steh. Vom Steh ins Platz, vom Platz ins Sitz und so weiter. Diese Übung kannst du nach Lust variieren und wiederholen.

Am besten ist es, wenn dein Hund diese Übungen ohne Leckerchen durchführt. Mit vollem Bauch lässt es sich schwer ins Training starten, außerdem droht die Gefahr einer Magendrehung.

Dehnen:

Um die Bereiche der Wirbelsäule zu dehnen, kannst du deinen Hund um dich herum im Kreis laufen lassen, mal links herum, mal rechts herum. Slalom durch die Beine oder ein gemeinsamer Schlangenlinienlauf ist für Fortgeschrittene ebenfalls geeignet.

Bringe deinen Hund ins Sitz und lass dir abwechselnd die Pfote geben, bis zum „High Five“. Damit dehnst du den Bereich der Vorderläufe.

Nun kannst du das Tempo erhöhen. Lass deinen Hund im Fuß neben dir laufen und erhöhe die Geschwindigkeit, wechsel die Richtung, baue kurze Sprints ein. Das macht nicht nur Spaß, sondern bringt deinen Hund dazu, sich komplett auf dich konzentrieren. An Gras zu schnüffeln wird zur Nebensache. Er ist jetzt hoch motiviert und wird es kaum erwarten können, endlich durchzustarten.

Bitte passe dein Warm Up den vorherrschenden Wetterbedingungen und der Außentemperatur an. Im Winter darf ein Warm Up gerne ein paar Minuten länger dauern.

Nun kann es los gehen

Nun seid ihr beide bestens auf die anstehende sportliche Aktivität vorbereitet. Einem gemeinsamen Joggen durch den Wald, Agility auf dem Hundeplatz oder eine kleine Tour mit dem Rad steht nichts mehr im Wege.

Nach dem Sport solltest ihr euch unbedingt Zeit für ein Cool down nehmen. Was das genau bedeutet, wie es aussehen kann und wie wichtig es ist, zeige ich dir in unserem nächsten Blogbeitrag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar