Laufen mit Hund – 10 hilfreiche Tipps

Laufen mit Hund – 10 hilfreichen Tipps

Gemeinsam laufen macht beiden Spaß

Gemeinsam laufen macht beiden Spaß

 

„Normale“ Gassirunden sind dir zu langweilig? Du liebst es die ein oder andere Runde lieber zu laufen? Ich auch.

Eine Gassirunde lässt sich mit einem Lauftraining wunderbar kombinieren. Es gibt auch viele Gründe die dafür sprechen. Die kannst du hier nachlesen.

Aber ist dein Hund überhaupt als Laufpartner geeignet? Wie lang sollten die Laufstrecken sein? Worauf solltest du bei deinem Hund besonders achten?

Hier kommen unsere 10 hilfreichen Tipps zum Laufen mit Hund

1. Das richtige Alter

Bei den meisten Hunderassen ist das Skelett im Alter von zirka einem Jahr ausgewachsen. Ein gesunder Hund kann dich ab diesem Alter beim Laufen begleiten. Du kannst deinen Hund aber schon im Welpenalter fürs spätere gemeinsame Laufen trainieren in dem du deinen Vierbeiner Schritt für Schritt ans Traben neben dir gewöhnst. Binde kleine Übungseinheiten in die Gassirunde ein und jogge zwischendurch ein paar wenige Meter. Folgt dir dein Hund und bleibt dabei sogar kurz auf deiner Höhe lobe ihn dafür.

2. Guter Gehormsam

Wenn du deinen Hund auch mal ohne Leine laufen lassen möchtest ist ein gewisser Grundgehorsam wichtig. Schließlich trägst du nicht nur die Verantwortung für deinen Vierbeiner und dich selber, sondern auch für andere Menschen und Tiere in deinem Umfeld. Daher sollte dein Hund immer abrufbar sein! Auch ein Stopp! Signal kann sehr hilfreich sein.

3. Warm Up

Ein Warm Up vor dem eigentlich Lauftraining beugt Verletzungen vor, nicht nur bei uns Menschen. Auch bei Hunden ist es wichtig Gelenke, Sehnen, Bänder und die Muskulatur vor dem eigentlichen Training aufzuwärmen. Tipps für ein Warm Up in Zusammenarbeit mit Hundephysio- und Osteotherapeutin Michaela Wimmer findest du hier.

4. Das richtige Equipment

Ausziehleinen sind zwar praktisch, aber zum Joggen nicht wirklich geeignet. Zumal die aufgerollte Leine mit Griff je nach Hunderasse sehr groß und schwer ist und sie auf Dauer in der Hand zu halten echt nervt. Läuft dein Hund neben dir an der Leine ohne an dieser zu ziehen, spricht sicher nichts gegen ein Halsband. Ist dein Hund jedoch ein Kandidat der Leinenzieher, empfehle ich ein Hundegeschirr zu benutzen. Idealerweise ein Brustgeschirr, welches die Bewegungsabläufe deines Hundes nicht einschränkt.

Eine Leine die du dir um die Hüfte binden kannst, eventuell mit Ruckdämpfer ist ideal. Oder ein Hüftgürtel, gerade im Sommer sehr praktisch, da du zusätzlich eine Trinkflasche mit Wasser und einen kleinen faltbaren Napf und deinen Schlüssel, Leckerchen und dein Handy verstauen kannst.

Vorsicht mit Schleppleine, in die man sich selber und den Hund verwickeln kann. Die Gefahr zu stürzten ist sehr groß

5. Achte auf deine Umwelt

Auf deiner Laufstrecke ist mit allen möglichen Ablenkungen zu rechnen. Andere Menschen, Artgenossen, Fahrräder, Autos, Kinder, andere Tiere… Daher solltest du stehts auf deinen Hund und deine Umwelt Rücksicht nehmen. Die Laufgeschwindigkeit und deine persönliche Rundenbestzeit steht hier im Hintergrund. Achte auf deinen Hund, gerade am Anfang. Lässt er sich weit zurück fallen, kann das einige Gründe haben. Hat er eine Fährte in der Nase oder macht es ihm überhaupt Spaß mit dir zu laufen?

6. Achte auf die Außentemperatur

Joggen bei kalten Temperaturen stellt für dich und deinen Hund sicherlich kein Problem dar. Solange ihr in Bewegung bleibt, kühlen eure Körper auch nicht aus. Wenn du einen Hund hast, der kein Winterfell bekommt und sehr schnell friert, ist eine Softshelljacke mit Stretchanteil ideal. Sie hält deinen Hund warm, ist atmungsaktiv und schränkt seine Bewegung nicht ein. Diese Jacken sind meist sehr eng geschnitten. Das Hundegeschirr kannst du einfach darüber anziehen.

Im Sommer sieht es schon anders aus. Temperaturen bis +15° C sind unbedenklich. An wärmeren Tagen solltest du eine schattige Laufstrecke wählen, oder zu frühen Morgen- oder späten Abendstunde laufen gehen. Von Läufen in der prallen Sonne ist unbedingt abzuraten, da ein Hitzeschlag droht.

Du solltest für dich und deinen Hund immer genügend Wasser zum Trinken dabei haben, falls keine natürliche Trinkquelle auf eurem Weg liegt. Aber auch hier solltest du darauf achten, dass dein Hund nicht zu große Mengen trinkt. Das kann zu einer Magendrehung führen. Abgesehen davon läuft es sich mit vollem Magen schlecht.

7. Bodenbeschaffenheit

Am besten schonst du Gelenke und Pfoten deines Hundes auf weichem Untergrund. Waldboden, Feldwege, Sand oder Wiesen sind ideal. Läufst du mal ein Stück über Strassenbelag ist das sicher auch kein Problem. Jedoch solltest du dann darauf achten, dass dein Hund im Trab läuft und nicht galoppiert. Im Sommer kann der Asphalt sehr heiß werden, achte auf Anzeichen deines Hundes.

Freunden von Canicross und anderen Zughundesportarten empfehlen wir auf längen Distanzen Booties zu benutzen. Ein Auftragen von Pfötchenbalsam vor und nach dem Sport schützt und pflegt ebenfalls die Pfoten.

8. Muskelkater?

Auch Hunde können Muskelkater bekommen. Daher solltest du dir deinen Hund am Folgetag genauer ansehen. Kommt er schwer aus dem Körbchen, ist der Gang irgendwie „unrund“? Dann ist Pause angesagt. Dein Hund sollte den Tag mit Ausruhen und gemütlichem Spazierengehen verbringen dürfen. Über eine Massage freut er sich bestimmt!

9. Braucht dein Hund mehr Futter?

Wenn dein Hund keine Höchstleistungen erbringen muss und du mit ihm lediglich 2-3 mal die Woche joggen gehst, ist keine Futterumstellung notwendig. Vorausgesetzt, du fütterst ohnehin ein qualitativ hochwertiges Futter. Zur Kontrolle solltest du aber sein Gewicht im Auge behalten und bei Bedarf eine kleine Portion extra füttern.

Wichtig ist jedoch, dass deinem Hund immer ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht.

10. Kleine Pausen müssen sein

Gönne deinem Vierbeiner beim Laufen immer mal eine kleine Pause. Er soll sich in Ruhe lösen können, schnüffeln und vielleicht etwas Wasser zu sich nehmen. Schließlich seid ihr ja nicht auf der Flucht.

Bei Anzeichen wie sehr starkes Hecheln, extrem zurück gezogene Lefzen, blasse Mundschleimhaut solltest du das Laufen sofort unterbrechen und deinem Hund eine längere Pause gönnen oder ganz mit dem Laufen aufhören und langsam zurück gehen.

Auf jeden Fall ist ein Cool Down nach dem Laufen zu empfehlen. Tipps und eine Anleitung findest du hier.

 

 

Fotos Quelle:// Ruffwear

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar