Dog-Scooter für Einsteiger

Dog-Scooter für Einsteiger

Dog-Scooter für Einsteiger

Dog-Scooter für Einsteiger

 

Zughundesportarten liegen voll im Trend und machen so richtig Laune. Neben der sportlichen Herausforderung sind hier auch Gehorsam und volle Konzentration bei Mensch und Hund gefragt. Eine Sportart die zusammenschweißt.

Was ist Dog-Scooting?

Beim Dog-Scooting wird der Hundehalter auf einem speziellen Tretroller vom Hund gezogen. Dieser Tretroller besitzt eine Bike-Antenne, die als Abstandshalter dient und verhindern soll, dass sich die Leine um das Rad wickelt. Die Zugleine mit Ruckdämpfer wird über die Bike-Antenne am Scooter befestigt. Der Hund trägt ein spezielles Zuggeschirr, an dem die Leine befestigt wird.

Und schon geht´s los!

Geeignet für dieses Ausdauertraining sind übrigens alle Rassen ab ca. 20 kg, gute Gesundheit und ein Mindestalter von 12 Monaten (große Rassen mindestens 18 Monate) vorausgesetzt.

Wie viel Gewicht darf ein Hund ziehen?

Neben dem Gewicht des Menschen zählt auch das Gewicht des Scooters. Diese Roller wiegen ca. zwischen 10 bis 20 kg. Eine Faustregel besagt, dass ein Hund etwa das Vierfache seines eigenen Gewichts ziehen kann. So dürtfe unser Dobermann Pablo mit einem Gewicht von 35 kg ein Gewicht von 140 kg ziehen. Soviel wiegt in der Regel kein Scooter inklusive Mensch.

Das passende Geschirr auswählen

Es ist wirklich wichtig, dass du nur ein für den Zughundesport geeignetes Hundegeschirr wählst. Diese Zughundegeschirre sind speziell zugeschnitten und verteilen die Zugkraft optimal auf den Körper deines Hundes ohne ihm zu schaden. Die Optik ist hier zweitrangig. Der Hund muss sich in dem Geschirr wohl fühlen. Weder darf es scheuern noch auf den Kehlkopf drücken. Die richtige Passform ist hier ausschlaggebend. Denn nur wenn das Zughundegeschirr deinem Liebling richtig sitzt, ist der Sport in vollen Zügen zu genießen.

Verschiedene Modelle

Es gibt einige Zughundegeschirr-Varianten auf dem Markt. Wenn man unsicher ist, sollte man sich unbedingt beraten lassen. Idealerweise schaust du, ob in deiner Nähe Schnupperkurse angeboten werden. Die traditionellen X-Back und V-Back Geschirre stammen aus dem Schlittenhundesport. Bei allen Zughundegeschirren sitzt die Befestigung für die Zugleine kurz vor dem Rutenansatz. Die Schulterpartien sollten frei liegen. Das Geschirr sollte an Hals, Brust und Bauch eng anliegen, weich gepolstert sein, damit es weder einschneidet noch scheuert. Auch an ausreichend Platz hinter den Vorderläufen ist zu achten.

Training beginnen

Wir sind ja immer eher daran interessiert, dem Hund das Ziehen abzugewöhnen. Wie lernt der Hund nun, dass er mit diesem Geschirr ziehen soll? Um deinen Liebling an sein neues Geschirr und das Ziehen zu gewöhnen, holst du dir am besten einen Trainingspartner dazu. Du solltest deinem Hund gleich am Anfang den Unterschied zwischen Halsband und Zuggeschirr klar machen. Das machst du, indem du ganz bewusst die Leine am Geschirr befestigst, wenn der Hund ziehen soll. Hat der Hund Pause oder soll locker an der Leine laufen, befestigst du die Leine am Halsband.

Die Zugleine hältst du in der Hand oder befestigst sie idealerweise an einem Hüftgürtel damit du beide Hände frei hast. Dein Trainingspartner entfernt sich nun ein paar Meter von euch. Wähle ganz am Anfang nur sehr kurze Distanzen von ein paar Metern. Dein Hund soll sich setzen, während du hinter deinem Hund stehst und die Leine leicht gespannt hältst. Mit dem Startsignal (beispielsweise „Lauf“, „Vorraus“, „Go“) soll dein Hund nun auf deinen Trainingspartner zulaufen, mit gespannter Zugleine und etwas langsamer als er eigentlich gerne möchte. Deine Hilfsperson darf ihn gerne locken. Ziel dabei ist, dass die Leine möglichst die ganze Zeit über gespannt und der Ruckdämpfer leicht gedehnt ist.

Wenn du keinen Trainingspartner zur Verfügung hast, kannst du auch ein Spieli verwenden was du ein paar Meter vor euch ablegst oder wirfst. Der Hund soll auch hier so lange an der gespannten Leine sitzen bleiben bis zu das Startsignal gibst. Idealerweise verwendest du immer das gleiche Signal. Dann lässt du deinen Hund an gespannter Zugleine zu dem Spieli gelangen.

Mit zunehmender Übung kann die Distanz zu Trainingspartner oder Spielzeug vergrößert werden. Je mehr du deinen Hund beim Ziehen motivierst um so schneller wird er verstehen was du von ihm möchtest und Spaß daran haben.

Bitte achte darauf, deinen Hund vor dem eigentlichen Training erst einmal aufzuwärmen. Eine Anleitung für ein Warm Up findest du hier.

Die ersten Meter auf dem Scooter

Dein Hund hat nun schon verstanden, dass er ziehen darf und soll. Den Start habt ihr bereits einige Male geübt. Nun werdet ihr die ersten Meter mit dem Scooter ausprobieren. Wichtig ist, dass du deinen Hund immer wieder dosiert gegen die Bremse ziehen lässt. Beginnt mit kurzen Strecken (1-2 Kilometer mit Pausen) auf weichem, geraden Untergrund.

Die Trainingseinheiten sollten 2-4 x die Woche (je nach Rasse und Kondition deines Hundes) stattfinden. Wichtig sind auch komplette Ruhetage an denen ihr nur gemütlich spazieren geht.

Distanz langsam steigern

Nach einem regelmäßigem Training über 3-4 Wochen könnt ihr nun die Länge der Strecke erhöhen. Dabei solltet ihr immer noch den Hund gegen die Bremse ziehen lassen. Die Pausen zwischen den Trainingseinheiten könnt ihr nun verkürzen oder mal ganz ausfallen lassen. Denn das Ziel des Trainings ist nun die Distanz zu verlängern und eine Strecke ohne Pause zurück zu legen.

Kann der Hund nun mehrere Kilometer bei gleichbleibender Geschwindigkeit zurück legen, kannst du die Bremse immer öfter lösen. Ihr werdet automatisch schneller, da dein Hund über die zeit bereits an Kraft und Ausdauer gewonnen hat.

Achte bitte darauf, dass bei längeren Strecken die Durchschnittsgeschwindigkeit niedriger sein muss. Je kürzer die Strecke, umso schneller darf dein Hund laufen.

Im Sommer unbedingt eine Überhitzung des Hundes vermeiden. Nutze die kühlen Morgen- oder Abendstunden.

Cool Down

Nach jedem Training solltest du deinen Hund auch langsam wieder „runter fahren“. Stell den Scooter beiseite, befestige die Leine am Halsband deines Hundes und gehe noch ein paar Schritte mit deinem Hund. Wenn du dieses Ritual regelmäßig durchspielst, versteht auch dein Hund, dass nun das Training vorbei ist. Tipps für ein Cool Down findest du hier.

 

 

Foto Quelle:// fotolia © DoraZett

 

 

 

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