Cool Down beim Hund

Cool Down beim Hund

In unserem letzten Beitrag haben wir dir einige Tipps für ein effektives Warm Up gegeben. Nun zeigen wir dir eine einfache, jedoch sehr wichtige Übung zum Cool Down für deinen Hund.

Hierzu habe ich mir wieder Unterstützung von Michaela aus der Hundephysio – und Osteotherapiepraxis Standfest geholt.

Gleich nach dem Sport ab ins Auto?

Sehr oft beobachte ich, wie Hundebesitzer aus dem Auto steigen, den Hund aus dem Kofferraum lassen, 1 Meter zu Hundewiese gehen um ihrem Hund gleich Bällchen zu werfen, dem der Hund nachzujagen kann. Nach dem Spiel wird der total aufgeheizte und hechelnde Hund wieder ins Auto verfrachtet und nach Hause gefahren. Ein NO GO!

Ein lockeres Cool Down sollte jede Trainingseinheit abschließen. Denn den Hundekörper sollte wieder auf normale Körpertemperatur abkühlen. Das erleichtert die Regeneration des Körpers und den Abtransport von Laktat, was bei hoher Belastung entsteht. Denn auch der Hund kann durch Überbeanspruchung und Übersäuerung des Körpers (Laktat-Werte) Muskelkater bekommen.

Was bewirkt ein Cool Down?

Beim Cool Down werden Herz-Kreislaufsystem, Atemfrequenz und Puls langsam wieder auf „normal“ Zustand herunter gefahren.

Wie sieht so ein Cool Down aus?

Gemeinsam könnt ihr nach dem Sport einfach locker „auslaufen“, das heißt, z.B. die letzten 500 m zum Parkplatz oder bis nach Hause, solltest du das Tempo drosseln, und die letzten Meter nur noch langsam spazieren. Du wirst auch bei dir selber feststellen, dass dein Plus und deine Atemfrequenz nun stetig langsamer werden.  Das Gleiche passiert natürlich auch bei deinem Hund. Die Muskelspannung lässt nach. Auch dein Hund beruhigt sich.

Du solltest für ein Cool Down etwa 10 Minuten einplanen. Bitte passe hier,  ebenso wie beim Warm Up, das Cool Down an die vorherrschenden Wetterbedingungen und die  Außentemperatur an. An heißen Tagen solltest etwas mehr Zeit einplanen.

Ein passives Stretching des Hundes kann ebenfalls die Regeneration positiv beeinflussen. Aber Vorsicht! Lass dir hierzu Übungen von einem Hundephysiotherapeut oder Therapeutin zeigen, um das Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten.

Wenn Du nach dem Training noch eine längere Fahrt mit dem Auto vor dir hast, solltest du deinem Hund im Winter einen Mantel anziehen und ihn nicht ins kalte Auto setzen oder ihn dort gar ungeschützt vor Kälte länger warten lassen.

Wie erkennst du, ob das Cool Down erfolgreich war?

Am einfachsten an der Atmung. Starkes Hecheln sollte sich nun gelegt haben. Nach spätestens 20 Minuten sollten Atmung und Herzfrequenz deines Hundes wieder im Normalbereich sein.

Der positive Effekt eines Cool Downs führt zu einer kürzeren Regenerationsphase des Hundes und minimiert Überlastungsschäden. Somit seid ihr beide wieder schneller bereit, erholt und motiviert für das nächste Training.

Der perfekte Abschluss des Trainings ist eine kleine Wellness Behandlung für deinen Hund. Eine Pfoten Massage mit einem pflegenden Pfotenbalsam hält die Ballen weich. Dabei lassen sich mögliche Verletzungen an den Pfoten zeitnah erkennen und behandeln. Wenn die Verletzungen nicht zu groß sind, helfen Silberspray oder First Aid Balsam. Bei schwereren Verletzungen sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

 

 

 

 

 

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